etit - kurz gemeldet

20. Januar 2022

Die SRT-Freunde laden zum dritten Fachvortrag im WS 2021/22 ein. Herr Jörg Dorn von Siemens Energy und deutscher Vertreter im CIGRE Studienkomitee B4 wird hierbei das Thema „HGÜ-Stromrichter – Einblicke in die Technik und Möglichkeiten zu Verlustleistungsmessungen“ vorstellen.

Der Vortrag findet am 25.01.2022 um 17 Uhr statt. Sie können dem Vortrag unter folgendem Link beitreten. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Zusammenfassung des Vortrags

Die Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) ist ein wichtiger Bestandteil der elektrischen Energieübertragung, deren Bedeutung in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Die Anbindung von Offshore-Windenergie, lange Freileitungsverbindungen oder kabelgebundene Übertragungsstrecken bis hin zu Multiterminal-Systemen oder DC-Netzen sind einige Anwendungsbeispiele.

Multilevel-Stromrichter sind hierbei zentrale Kernkomponenten solcher Übertragungssysteme, die sich seit ihrer Einführung in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt haben. Hohe Zuverlässigkeit, große Konverterleistungen und geringe Verluste sind hierbei wesentliche Anforderungen.

Im Rahmen der CIGRE Working Group B4.75 (‚Feasibility Study for assessment of lab losses measurement of VSC valves‘) wurde untersucht, wie Verluste solcher Stromrichter gemessen werden können.

Der Vortrag gibt einige Einblicke in diese spezielle Stromrichtertechnik und zeigt aus den Ergebnissen der Working Group B4.75 auf, wie in einem Hochleistungstestlabor mittels realer Prüfschaltungen elektrische Verluste gemessen und ein Vergleich zur Anlagenauslegung mit mathematischen Methoden oder auf Basis von Simulationen gezogen werden kann.

07. Januar 2022

Die Umgestaltung unserer Versorgungsnetze für elektrischer Energie ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Entwicklung von Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystemen (HGÜ) ist dabei einer der Kernpunkte für die Sicherstellung einer nachhaltigen und zuverlässigen Versorgung mit elektrischer Energie.

Sowohl die Energieversorger als auch die Gemeinschaft der Hochspannungsingenieur:innen aus Industrie und Forschung sind hier gefordert, denn Energieübertragungssysteme erfordern eine außerordentlich lange Lebensdauer, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen ungünstige Betriebsbedingungen.

Gemeinsam mit der TU München (Prof. Myriam Koch) arbeitet das Fachgebiet Theorie Elektromagnetischer Felder von Professor De Gersem an dem Thema HGÜ-Kabelmuffen. Zur Vernetzung findet am 31. Januar 2022 ein Symposium zum Thema „HVDC Kabelsysteme“ statt. Hierbei werden die Seite der Theorie und die Seite der Praxis zusammengebracht, um das Thema von möglichst vielen Standpunkten zu beleuchten.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Symposium

Yvonne Späck-Leigsnering, sas

Bild: Fotostudio Hirsch
Preisträgerin des Dr. Wilhelmy-VDE-Preises: Andrea Ortiz Jimenez

07. Januar 2022

Energieeffizienz und Einsparung von CO2-Ausstoß sind Themen, die in allen Industrien und Technologien eine Rolle spielen – auch im Informations- und Kommunikationssektor. Die Dissertation von Dr. Ing. Andrea Ortiz Jimenez zielt darauf ab, Sensoren im Internet der Dinge über Energy Harvesting mit Energie aus ihrer Umgebung zu versorgen, um Messdaten übertragen zu können. Die Herausforderung dabei ist, dass sowohl die Menge an Energie als auch die Menge an Daten zum jeweiligen Übertragungszeitpunkt unbekannt sind.

Andrea Ortiz hat verschiedene Optimierungsverfahren verwendet, die auf der Annahme basieren, dass alle Parameter bekannt sind. So konnte ein Grenzwert für die maximal erzielbare Datenübertragung definiert werden. Für die reale Praxis fand ein Ansatz des Machine Learnings Anwendung, das sogenannte Reinforcement Learning. Darüber werden die Sensoren darauf trainiert, mit der jeweils vorhandenen Energie ein Maximum an Daten zu übertragen. Die Arbeit entstand im Rahmen der LandesOffensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-Ökonomischer Exzellenz (LOEWE), Schwerpunkt NICER (Networked Infrastructurless Cooperation for Emergency Response) und führte zu einer Patentanmeldung.

Dr. Ing. Andrea Ortiz Jimenez studierte Information and Communication Engineering an der Technischen Universität Darmstadt, schloss ihre Dissertation „Optimization and Learning Approaches for Energy Harvesting Wireless Communications Systems” mit Auszeichnung ab und arbeitet heute bei etit als Postdoktorandin im Fachgebiet Kommunikationstechnik.

Mit dem Dr. Wilhelmy VDE Preis werden Dissertationen von Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet, die innovative Beiträge zu aktuellen technischen Fragestellungen leisten. Die Preisverleihung fand im Rahmen des MST Kongress 2021 in Ludwigsburg bei Stuttgart statt.

Melanie Unseld, VDE

Besuch in der Forschungsgruppe KIS*MED bei Prof. Hoog Antink. v.l.n.r.: Prof. Hoog Antink, Kai-Wen Yang, Dr. Carolin Hessinger

01. Januar 2022

In nur 3 Minuten eine bahnbrechende Idee präsentieren? Kai-Wen Yang aus Taiwan überzeugte die regionale Jury und konnte ihre Ideen beim Falling Walls Lab Finale in Berlin präsentieren und die TU Darmstadt besuchen. Im Rahmen ihres Aufenthaltes in Darmstadt war sie unter anderem zu Gast am Fachbereich etit. Hier tauschte sie sich mit Professor Hoog Antink, Leiter der Forschungsgruppe KIS*MED, aus. Mit den Worten „Ich bin dankbar für die tolle Gelegenheit, die TU Darmstadt zu besuchen, es war eine wirklich wertvolle Erfahrung.“ fasste Kai-Wen ihren Aufenthalt zusammen.

cf, sas