Sensoren für die Salatzucht

etit-Studierende optimieren das Wachstum von Salatpflanzen

2021/05/27 von

Im Rahmen des Projektseminars Praktische Entwicklungsmethoden (PEM) können Studierende des Fachbereiches etit die theoretischen Fähigkeiten, welche sie im Studium erlernt haben, praktisch anwenden. Ein großes Augenmerk lag in diesem Jahr auf der Sensor- und Messtechnik, mit deren Hilfe die Studierenden Salatköpfe züchten sollten.

Aufgabenstellung des Projektes

Aufgrund der Pandemie musste das Projektseminar gegenüber den letzten Jahren angepasst werden: So wurden den Studierenden relativ viele Standardkomponenten vorgegeben, damit sie schnell mit der Arbeit anfangen konnten. Zudem gab es ein ausgeklügeltes Hygienekonzept für die essenziellen Gruppenarbeiten vor Ort.

Ziel war es, fünf Salatpflanzen wachsen zu lassen, und das bestmöglich. Da hierbei alles automatisch funktionieren sollte, stellte das Projekt die Studierenden vor sensortechnische Herausforderungen. Zwar waren der Behälter, in welchem die Pflanzen wachsen sollten, die Nährstofflösung und die Beleuchtungszeiten vorgegeben. Alles andere, wie den Zeitpunkt der Bewässerung oder die Art der Beleuchtung, mussten sie selbst konzipieren.

Auch mussten sie selbstständig die Messeinrichtungen und Sensoren an geeigneten Stellen anbringen. Eine besondere Herausforderungen war auch, die Pumpen und Aktoren, welche für das Bewässern der Pflanzen und das Öffnen der Belüftungsklappen zuständig waren, so zu programmieren, dass sie sich von alleine an und wieder ausschalten konnten.

Zwischen den verschiedenen Lösungen der einzelnen Gruppen gab es am Ende große Unterschiede: Etwa in der Ausgestaltung der Belüftungszeiten und der Bewässerung der Pflanzen. So wurden manche Pflanzen in die Erde eingegraben, damit ihre Wurzeln von unten bewässert werden konnten. Andere Gruppen befestigten ihre Pflanzen so, dass die Wurzeln in der Luft hingen und direkt mit der Nährstofflösung besprüht werden konnten.

Am Ende des Projektes konnte jede Gruppe ausgewachsene Salatköpfe vorweisen, von denen einige sogar die strenge Qualitätskontrolle im Supermarkt überstanden hätten.

Athene Preis für Gute Lehre

Das Projektseminar Praktische Entwicklungsmethoden wird jedes Jahr vom Fachgebiet Mess- und Sensortechnik in Zusammenarbeit mit den drei Fachgebieten Integrierte Mikro- und Nanotechnologie, Integrierte Elektronische Systeme sowie Lichttechnik angeboten. In Kleingruppen von 4 bis 6 Personen bearbeiten die Studierenden über einen Zeitraum von einem Semester eine praktische Aufgabe. Hierfür denken sich die Organisatoren jedes Jahr eine neue spannende Aufgabenstellung aus. 2016 erhielt die Lehrveranstaltung den Athene Preis für gute Lehre von der TU Darmstadt.