Großer Wurf

07.02.2018

Großer Wurf

Studierende der Elektrotechnik treten mit Boule-Robotern gegeneinander an

Eine runde Sache: Studierendenteams entwickelten am Institut Elektromechanische Konstruktionen (EMK) innerhalb dieses Wintersemesters ein elektromechanisches Gerät, das eine Miniatur-Boulekugel möglichst präzise platzieren kann. Nun traten die Roboter in einem Wettbewerb gegeneinander an.

Die Studierendengruppen zeigten im direkten Wettbewerb und unter den Augen einer Fachjury, bestehend aus Vertretern aus Wissenschaft und Industrie sowie Mitgliedern des Boule-Clubs Seeheim ihre Lösungsansätze. Für die Entwicklungen mussten sich die Studierenden an strenge Vorgaben halten. So durften die Geräte ein Gewicht von 2,5 kg nicht überschreiten und der Abwurfvorgang der Kugel musste nach einmaligem Einstellen des Gerätes vollautomatisch ablaufen. Neben der zeitlich begrenzten Entwicklungszeit von einem Semester stand ein auf 75 Euro limitiertes Budget zur Verfügung. Konstruiert wurden die elektromechanischen Boulespieler innerhalb eines Semesters im Seminar „Praktische Entwicklungsmethodik“.

In dem Wettbewerb wurden abwechselnd aus einem vorgegebenen Abwurfbereich heraus Kugeln möglichst nahe an eine Zielkugel geworfen. Gewertet wurden die Kugeln des Teams mit dem geringsten Abstand zur Zielkugel. Für den Gesamtsieg des Wettbewerbs mussten sich die Roboter jedoch nicht nur im Spiel gegeneinander behaupten. Jedes einzelne Gerät wurde zusätzlich auf seine präzise Wurfweite und Wiederholgenauigkeit getestet. Weitere wichtige Punkte wurden beispielsweise für das Design und die Bedienbarkeit der Geräte vergeben.

Der spektakuläre Kampf der Roboter ist traditionell der Abschluss des jährlichen Seminars am Institut für Elektromechanische Konstruktionen, in dem Studierende etablierte Entwicklungsprozesse industrienah kennenlernen. Anhand eines motivierenden Projekts wird das systematische und methodische Vorgehen zum eigenständigen Lösen einer technischen Aufgabenstellung vermittelt – eine Kompetenz, die unmittelbar fit macht fürs spätere Berufsleben.

Die Platzierungen:

1. Platz: EMKugelwumme

Aus der Bedienungsanleitung: „Nach dem Einschalten des Geräts die gewünschte Schussweite einstellen. Dazu lassen sich die einzelnen Ziffern über die Tasten variieren. Mit LEFT/RIGHT zwischen den Ziffern wechseln und mit UP/DOWN den Wert erhöhen bzw. verringern. Die Distanz wird dabei in Millimetern angegeben. Die Eingabe der Wurfweite wird beendet durch wiederholtes Betätigen der LEFT-Taste bis die Anzeige “Enter?„ erscheint. Anschließend mit SELECT bestätigen. Im nächsten Schritt kann die Kugelmasse gewählt werden. Dazu analog zur Schussweiteneinstellung vorgehen und anschließend bestätigen. Durch die Bestätigung führt das Gerät den Schuss aus. Abschließend die Wurfmaschine mit der RESET-Taste zurücksetzen. Sollte während des Schusses ein unerwarteter Fehler eintreten, kann das Gerät mit RESET zurückgesetzt werden.

Sonderfunktionen:

  • Manuelle Einstellung des Magazin in Grad
  • Manuelle Einstellung des Gewinde- und Aufziehmotors zur Verstellung der Klauenkupplung

2. Platz: EMKaventsmann

Aus der Bedienungsanleitung: „Nachdem das Gerät eingeschaltet wurde, kann einer der folgenden Menüpunkte durch den Drehencoder selektiert werden:
1. Distanz Kupfer (normaler Abschuss für Kupferkugeln)
2. Distanz Chrom (normaler Abschuss für Chromkugeln)
3. Maximale Distanz (maximale mögliche Distanz beim momentanen Batteriezustand)
4. Nachladen 1x (Nachladen, indem das Magazin um 90 Grad gedreht wird)
5. Nachladen 2x (Nachladen, indem das Magazin um 180 Grad gedreht wird)
6. Drehzahl (Abschuss mit Drehzahleingabe)
7. Safetycheck (Überprüfung aller Bauteile)
8. Batteriecheck (Abfrage des momentanen Batteriezustands)

Besondere Eigenschaften:

  • Regelung der Reifengeschwindigkeit uanbhängig von der Batteriespannung
  • Variabler Reifenwiderstand anpassend bezüglich der Kugelgröße
  • Modularer Aufbau
  • Anvisierung mittels Laser„

3. Platz: EMKnutschkugel

Aus der Bedienungsanleitung: „Befüllung des Drehmagazins/ Batterieaustausch: Zunächst das Gehäuse demontieren, danach Batterien unter dem Bedienpanel einlegen und das Drehmagazin mit bis zu drei Kugeln nachladen. Anschließend das Gehäuse wieder montieren.
Durchführung des Spielzugs: Nach Befüllung des Drehmagazins mit den Kugeln wird das Gerät über den Kippschalter gestartet. Zunächst das Gerät manuell auf das Ziel ausrichten. Nun kann die gewünschte Weite mit dem Drehencoder über das Display eingestellt werden. Durch Drücken des Drehencoders wird die Eingabe bestätigt. Der Abschussvorgang startet und läuft automatisch.

Features:

  • Drei Abschussmodi: Topspin, Backspin, Nospin
  • Ausgleich vonn Kugeltoleranzen durch Federung
  • Präzision durch Spurrillen der Reibräder
  • Schiebbares Gehäuse“

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