Innovative Lösungen für krisenfeste Strukturen

Digitalministerin Sinemus und Staatsminister Meister zu Gast bei emergenCITY

20.04.2026

Die hessische Digitalministerin Professorin Kristina Sinemus und der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, Dr. Michael Meister, haben am 10. April das emergenCITY-Lab an der TU Darmstadt besucht. Sie informierten sich über aktuelle Forschungsprojekte und Demonstratoren, die zeigen, wie digitale Systeme auch in Ausnahmesituationen zuverlässig funktionieren können. Prof. Michael Muma und Christoph Löser erläuterten ihren Beitrag.

Hessen treibt die Entwicklung innovativer Lösungen für digitale Resilienz und krisenfeste Infrastrukturen konsequent voran und nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Im emergenCITY-Lab in Darmstadt informierten sich Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus sowie Dr. Michael Meister, Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, über aktuelle Forschungsprojekte und Demonstratoren, die zeigen, wie digitale Systeme auch in Ausnahmesituationen zuverlässig funktionieren können.

Mit dem Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) an der Technischen Universität Darmstadt wurde 2025 ein zentraler Baustein geschaffen, um digitale Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen. Ziel von DiReX ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur sichtbar zu machen, sondern sie über Reallabore, Demonstratoren, Start-up-Förderung und Weiterbildungsangebote direkt in die Anwendung zu bringen. Das Zentrum baut dabei auf den Forschungsergebnissen des LOEWE-Zentrums emergenCITY auf. Dort wurden unter anderem mit der „Litfaßsäule 4.0“ und den „Heinerboxen“ Instrumente entwickelt, die in Krisensituationen dazu beitragen, Bürgerinnen und Bürger mit Informationen zu versorgen, wenn andere Kommunikationsmittel ausgefallen sind.

Ein Beispiel für die anwendungsnahe Forschung zeigte Prof. Dr. Michael Muma, Principal Investigator im LOEWE-Zentrum emergenCITY und Professor für Robust Data Science am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt. Mit seinem Team forscht er anwendungsorientiert zu Einsatzmöglichkeiten von Radarsystemen in der Rettungshilfe.

Der Demonstrator zeigt, wie Radar-Technologie kombiniert mit maschinellem Lernen Menschen selbst durch Wände hindurch lokalisieren und kontaktlos Vitalparameter wie die Atemfrequenz erfassen kann. Eine künftige Anwendung in Katastrophensituationen könnte dabei helfen, verschüttete Personen schneller zu finden und Hinweise auf Lebenszeichen zu erhalten.

Prof. Michael Muma, Robust Data Science.