Historie

Historie des Fachbereichs

Heute – 2000

2016 Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Sessler erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
2013 Der bundesweit erste Lehrstuhl für Bioinspirierte Kommunikationssysteme wird am Fachbereich eingerichtet und mit Prof. Heinz Köppl besetzt.
2010 Gerhard Sessler erhält die Benjamin Franklin Medal, die vor ihm u.a. Thomas A. Edison, Niels Bohr, Max Planck, Orville Wright, Albert Einstein und Stephen Hawking erhielten.
2007 T. Hartkopf, Professor der TU Darmstadt und Vorstandsmitglied der EnBW, und sein Team entwickeln die energietechnischen Systeme der beiden Darmstädter Solarhäuser, die in den Jahren 2007 und 2009 den Solar Decathlon der USA gewinnen.
2007 125 Jahre etit und Ablösung des Diplomstudiengangs etit durch den BSc./MSc.-Studiengang etit.
2003 Internationaler MSc. Studiengang „Electrical Power Engineering“.
2003 Das MIT ehrt R. Isermann, von 1977 bis 2006 Professor an der TU Darmstadt, als weltweit besten Repräsentanten für den hochinnovativen Bereich der Mechatronik und nimmt ihn in die Top Ten der Wissenschaftler auf, deren Entwicklungen die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen nachhaltig ändern werden.
2001 Erster internationaler MSc. Studiengang „Information and Communication Engineering“.

1999 – 1975

1999 M. Anders, E. Andresen und A. Binder entwickeln den Linearantrieb des Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA) der NASA.
1999 G. Sessler, von 1975 bis 1999 Professor der TU Darmstadt, wird zusammen mit J. E. West für die Erfindung des Elektret-Mikrofons in die „National Hall of Fame“ der USA aufgenommen. Das Elektret-Mikrofon [6] ist das weltweit gebräuchlichste Mikrofon und wird u.a. in Handys und Kasettenrekorder eingebaut.
1996 Der erste Lehrstuhl Deutschlands für Regenerative Energien wird eingerichtet. und mit Prof. T. Hartkopf besetzt.
1990 Das Elektrofahrzeug „Pinky“ gewinnt die Weltmeisterschaft der Solarmobile 1990, 1991 und 1992. „Pinky“ steht heute im Deutschen Museum in München.
1988 W. Langheinrich und O. Kindl entwickeln die CMOS-Niedrigsttemperatur-Technologie für die Kameras des Infrared Space Observatory (ISO) der ESA. [8]
1988 Der von Rolf Isermann [11], Nestor der Mechatronik, initiierte und geleitete DFG-Sonderforschungsbereich „Neue integrierte mechanisch-elektronische Systeme für den Maschinenbau“ nimmt seine Arbeit auf. Er ist wegweisend für die Mechatronikentwicklung in Deutschland
1983 G. Sessler und D. Hohm erfinden das Silizium-Mikrofon.
1977 T. Weiland entwickelt die Finite-Integrations-Theorie. Sie ermöglicht u.a. die Berechnung elektromagnetischer Felder im menschlichen Körper.

1974 – 1950

1972 W. Hilberg, von 1972-2000 Professor der TU Darmstadt, erfindet 1967 die Funkuhr und entwickelt die wesentlichen Elemente und Prototypen dieser Uhr an der TU Darmstadt. Der erste dieser Prototypen liegt heute im Deutschen Museum in München.
1968 K. Hasse erfindet die feldorientierte Regelung. Sie ist Grundlage aller modernen Drehstrommotoren, wie sie z. B. im ICE, bei Windkraftgeneratoren und in Automobilen mit Hybridantrieb verwendet werden.
1964 R. Piloty wird berufen und initiiert die ersten Informatikstudiengänge in Deutschland.
1963 Der erste Lehrstuhl Deutschlands für Stromrichtertechnik wird eingerichtet.
1963 Der erste Lehrstuhl Deutschlands für Elektromechanische Konstruktionen, ein Vorläufer der Mechatronik, wird eingerichtet.
1954 Der erste Lehrstuhl für Regelungstechnik der Bundesrepublik Deutschland wird beschlossen und 1957 eingerichtet. Leiter wird Winfried Oppelt [12].
1952 Karl Küpfmüller [2,9] wird berufen. Er entwickelte, beginnend im Jahr 1924, die Systemtheorie der elektrischen Nachrichtentechnik.

1949 – 1925

1946 Der erste Internationale Kongress für Ingenieursausbildung (IKIA) findet an der Technischen Hochschule Darmstadt statt. Die Teilnehmer verpflichten sich, Forschung und Lehre in Zukunft ausschließlich für friedliche Zwecke zu nutzen.
1935 T. Schultes [2] entwickelt das weltweit erste RADAR-Frühwarnsystem. Er studierte von 1921 bis 1926 Elektrotechnik und promoviert 1934 in der Physik.
1933 Gleichschaltung der Hochschule während der Nationalsozialistischen Diktatur von 1933-1945.
1930 Hans Busch [2,3,5,8] wird berufen. Er begründet die Elektronenoptik und schafft damit die theoretischen Grundlagen des Elektronenmikroskops.
1929 Kurt H. Debus [10] studiert ab 1929 Elektrotechnik, promoviert 1939 darin und ist bis 1944 Assistenzprofessor. Von 1962 bis 1974 leitet er das John F. Kennedy Space Center der NASA und ist verantwortlich für die Starts aller Apollo-Missionen einschließlich der Mondmissionen.

1924 – 1900

1914 W. Petersen [2], Nachfolger Kittlers von 1914-1933, begründet die Hochspannungstechnik und erfindet die Erdschluss-Löschspule. Das Original steht heute im Deutschen Museum in München.
1907 R. Goldschmidt studiert und promoviert bei E. Kittler bis 1907 und ist bis 1911 Privatdozent und Professor der TU. In dieser Zeit entwickelt er die Technologie für die erste Funkübertragung [2] zwischen den USA und Deutschland. Mit A. Einstein zusammen erfindet er später u.a. ein elektrisches Hörgerät.

1899 – 1882

1894 K. Wirtz wird auf den ersten nachrichtentechnischen Lehrstuhl Deutschlands berufen.
1891 Michael von Dolivo-Dobrowolsky [1,2,3,4,5,6,7] führt über 175 km mit 15.000 Volt die weltweit erste Fernleitung elektrischer Energie aus. Er studierte 1883-84 Elektrotechnik an der TU Darmstadt und war 1885-87 Assistent bei Kittler. 1888 erfindet er bei der AEG den ersten funktionsfähigen Drehstrommotor, der heute im Deutschen Museum in München steht. Dolivo-Dobrowolski prägte den Begriff „Drehstrom“.
1884 Carl Hering [3], Maschinenbauingenieur aus den USA, beginnt seine Studien in der Elektrotechnik als erster Assistent Kittlers. Er ist 1902 einer der Gründer der American Electrochemical Society und entwickelt 1908 den nach ihm benannten „Hering'schen Versuch“.
1883 Gründung des weltweit ersten Studiengangs für Elektrotechnik [1,4]. Das Studium umfasst vier Jahre mit nachfolgender Abschlussprüfung.
1883 Die TU Darmstadt richtet als erste Hochschule eine Fakultät für Elektrotechnik [1] ein.
1882 Gründung des weltweit ersten Lehrstuhls für Elektrotechnik [1,2,3,4] und Berufung von Erasmus Kittler.
 

Fußnoten

[1] W. König: Technikwissenschaften. Chur: Fakultas, 1995.
[2] K. Jäger: Lexikon der Elektrotechniker. Berlin: VDE-Verlag, 1996.
[3] G. Neidhöfer: Michael von Dolivo-Dobrowolsky und der Drehstrom. Berlin: VDE-Verlag, 2004.
[4] T.P. Hughes: Networks of power: electrification in the Western society. JHU Press, 1993.
[5] Propylaen Weltgeschichte. Berlin: Propylaen Verlag, 1964.
[6] Propylaen Technikgeschichte. Berlin: Propylaen Verlag, 1997.
[7] G. Neidhöfer: Early three-phase power. IEEE Power and Energy Magazine 5(5) S. 88-100, 2007.
[8] Brockhaus Naturwissenschaft und Technik. Heidelberg: Bibliographisches Institut, 2003.
[9] Lexikon der Physik, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, 1998-2000.
[10] C. McGlesky und O. Christensen: Launching a Vision. Proc. of 52nd International Astronautical Congress, Toulouse, 2001.
[11] Rolf Isermann. IEEE Control Systems Magazine 4(31) S.29-31,2011.
[12] G. Schmidt und C.C. Bissell: An Exhibition That Has Yet to Be. IEEE Control Systems Magazine 5(33) S. 67-71, 2013.