Individuelle Betreuung beim Lernen

20.12.2017

Individuelle Betreuung beim Lernen

Holger Bergmann erhält Athene-Preis für seine Arbeit im Kittler Student Center

Auch 2017 verlieh die TU Darmstadt am Tag der Lehre wieder die Athene-Preise für Gute Lehre. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr auch Holger Bergmann, der bei etit das Kittler Student Center leitet. Mit seinem zehnköpfigen Team bietet er dort ein auf die Bedürfnisse der etit-Studierenden zugeschnittenes Angebot an. Wir sprachen mit dem Preisträger.

Holger Bergmann (li. 1. Reihe) erhält für seine Arbeit den Athene-Preis für Gute Lehre. Foto: Falakh Sher Mian.
Holger Bergmann (li. 1. Reihe) erhält für seine Arbeit den Athene-Preis für Gute Lehre. Foto: Falakh Sher Mian.

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu der Auszeichnung! Sie haben den Preis für das spezielle Angebot des Kittler Student Centers (KSC) erhalten. Wie sieht Ihr Angebot aus?

Das KSC ist bei der Umstrukturierung der Bibliotheken an der TU aus der ehemaligen Fachbereichsbibliothek NTB entstanden. Ich bin selbst an der ULB angestellt und verwende 25 Prozent meiner Arbeitszeit für die Aufgaben im KSC. Diese Kooperation ist Bestandteil einer 2011 zwischen der ULB und dem Fachbereich etit geschlossenen Vereinbarung. Unser Angebot ist ein Teil des umfassenden Lernzentrums-Konzept des Fachbereichs etit, das in den letzten Jahren entwickelt und umgesetzt wurde und unmittelbar auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt ist. In dem Konzept werden insbesondere die unterschiedlichen Lerntypen berücksichtigt. Während die einen lieber alleine für sich lernen, was sie hervorragend in der zentralen Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) tun können, brauchen andere ihre Lerngruppe – oder sie kombinieren auch beides. Bei uns finden die Studierenden die aktuelle Fachliteratur und können in Kleingruppen arbeiten. Dabei findet auf Wunsch eine fachliche Peer-Beratung zu Prüfungen und Vorlesungen durch unser Team statt, das aus Studierenden unterschiedlicher Fächer zusammengesetzt ist. Eine Besonderheit ist außerdem der internationale Ansatz: wir sind international aufgestellt, so dass bei Bedarf auch in der Muttersprache weitergeholfen werden kann. So ist das KSC für viele internationale Studierende Anknüpfungspunkt und Plattform. Als wichtigen Service bieten wir individuelle Vortragstrainings vor Abschlussvorträgen an, wobei wir den Studierenden ein Feedback zum fachlichen Inhalt sowie zur Vortragsgestaltung geben. Dies hat bislang in allen Fällen zu guten oder sehr guten Ergebnissen geführt.

Welche Studierenden kommen ins KSC?

Wir sind natürlich in erster Linie für die etit-Studierenden da: also für Studierende der Elektro- und Informationstechnik, der Mechatronik, der Informationssystemtechnik und von Information and Communication Engineering. Aber auch viele Wirtschaftsingenieure oder Studierende verwandter Studienfächer aus den Ingenieurwissenschaften nutzen das KSC als Lernort.

Was ist für Sie der Reiz der Arbeit am KSC?

Das Spannende und zugleich Herausfordernde hier ist, dass wir immer wieder neue Dinge ausprobieren können und auch wollen. Dieser kreative Ansatz erfordert Neugier, Offenheit und Flexibilität. Es macht Spaß, das KSC-Team zu koordinieren und die Impulse aufzunehmen. Als besondere Auszeichnung empfinde ich, dass sich viele Studierende mittlerweile mit „ihrem Lernzentrum“ identifizieren und es ungemein positive Rückmeldungen zu unseren Angeboten und Services gibt.

Wie sind Ihre Pläne für die kommenden Semester?

Wir haben in den vergangenen Jahren einen stetig steigenden Zuspruch zu verzeichnen: Vor allem in der vorlesungsfreien Zeit, in der die Studierenden verstärkt für die Prüfungen lernen, ist der Andrang bei uns groß. Hier bieten wir deshalb auch verlängerte Öffnungszeiten an. Aber auch während des Semesters ist das KSC oft stark ausgelastet, zumal bei uns die Unterlagen zu zahlreichen wichtigen Vorlesungen zur Verfügung gestellt werden und es eine gut funktionierende Infrastruktur zum Drucken und Binden gibt. Da die bestehenden Angebote nachgefragt werden, sollten sie aufrechterhalten werden. Wichtig ist aus meiner Sicht die sinnvolle Kooperation des KSC innerhalb des Fachbereichs etit und darüber hinaus. Zudem wären neue Services denkbar, wie etwa die Hilfestellung und Begleitung bei Behördengängen gerade für internationale Studierende.

Herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg und Freude mit dem KSC!

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