Deutsch-chinesische Kooperation

Wissenschaftler von etit forschen gemeinsam mit Partnern aus China an der Lichttechnik der Zukunft

2014/04/05 von

Am 03. April 2014 war der Fachbereich etit Gastgeber für eine Delegation von Halbleiter- und Lichttechnik-Experten aus China. Gemeinsam mit ihren chinesischen Kolleginnen und Kollegen forschen die Darmstädter an der neusten LED-Technik. Die Zusammenarbeit ist Teil des Regierungsabkommens zwischen den Regierungen von China und Deutschland über LED-Forschungen, dass im August 2012 in der Anwesenheit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnet wurde.

Ziel der Kooperation ist es, mit Hilfe der LED-Technik den weltweiten Stromverbrauch drastisch zu reduzieren. Denn: Etwa 20 bis 25 Prozent der Stromenergie wird weltweit zurzeit noch für die Beleuchtungstechnik verwendet. Ebenso birgt die LED-Technik ein großes Potential zur Erhöhung der Lebens- und Arbeitsqualität, da LEDs eine optimale Anpassung der Farbtemperatur und Beleuchtungsstärke an die Erfordernisse ermöglichen.

Das Regierungsabkommen sieht insgesamt sechs Arbeitsblöcke vor, von denen der Lehrstuhl für Lichttechnik von Prof. Khanh vier Arbeitsblöcke verantwortet. Dieses sind die Bereiche „Lichtmesswesen“, „Analyse von LED-Halbleiterstrukturen und deren Alterungsmechanismen“, „Beschleunigte Alterung und LED-Lebensdauerprognose“ sowie seit Anfang 2014 der Bereich „Untersuchung der interkulturellen Farbwahrnehmungen von chinesischen und deutschen Bevölkerungen und Konsequenzen für die lichttechnischen Produktentwicklungen“.

An dem Treffen bei etit waren Experten der ISA (International Solid State Lighting Alliance, China), dem IOS (Institute of Semiconductors of the National Academy of China), der Technischen Universität Darmstadt (Lehrstuhl für Lichttechnik am Fachbereich etit) sowie dem VDE (Verband der Elektrotechnik und Elektronik) beteiligt.

Der fachlich sehr anspruchsvolle und erkenntnisbringende Austausch wird im November 2014 bei einem Gegenbesuch in China fortgesetzt.