Neu bei etit: Professor Felix Krahmer

20.03.2026 von

Seit dem 1. März 2026 unterstützt Professor Felix Krahmer den Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Darmstadt. Der 44-jährige entwickelt gemeinsam mit seinem Team theoretische Grundlagen des maschinellen Lernens und der Signalverarbeitung.

2009 promovierte Krahmer an der New York University. Ab 2012 war er Juniorprofessor und leitete dann ab 2014 die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Universität Göttingen. Von 2015 bis 2021 war Krahmer Tenure-Track Assistant Professor an der TU München. Darüber hinaus war er von 2017 bis 2021 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft Juniorprofessur e.V.

Seine Arbeiten mit Rachel Ward von der University of Texas zu randomisierten Dimensionsreduktionsmethoden und Signalverarbeitungsverfahren gehören ebenso zu den Meilensteinen seiner bisherigen Laufbahn wie seine Forschungsarbeiten mit Ayush Bhandari vom Imperial College London. Mit dieser initiierten sie eine eigene Forschungsrichtung, an der sich inzwischen einige internationale Forschende in mehreren Disziplinen beteiligen. Wir haben Professor Krahmer einige Fragen gestellt.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Der effiziente Austausch von Signalen gewinnt in unserer vernetzten Welt immer mehr an Bedeutung, und Methoden des maschinellen Lernens spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist deren Wirkweise noch lange nicht verstanden. In meinem Team kann man dazu beitragen, dieses Verständnis voranzubringen. Gleichzeitig ist mein Forschungsgebiet methodisch sehr vielfältig: Es treffen Signalverarbeitung, Bildgebung, Algorithmen und Optimierungsmethoden, statistische Lerntheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie und viele weitere Gebiete zusammen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Meine Forschung liegt genau an der Schnittstelle von Elektro- und Informationstechnik, Mathematik und Informatik. Vor meinem Wechsel war ich Professor in der Mathematik, jetzt in der Elektro-und Informationstechnik, und mehrere meiner ehemaligen Promovierenden sind inzwischen in der Informatik gelandet. Das passt also sehr gut zur interdisziplinären Schwerpunktsetzung der TU Darmstadt. Aber auch über die drei Gebiete hinaus hat meine Forschung viele Anwendungsbereiche – so ist das theoretische Durchdringen der Wirkweisen von Signalverarbeitung und künstlicher Intelligenz insbesondere in kritischen Anwendungen wie zum Beispiel der Medizin wichtig, wo „wir haben es ausprobiert, und es scheint zu funktionieren“ nicht als Fundierung ausreicht.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Auch wenn es kein Fachbereich ist: Dem Kanzler würde ich gern einen Tag über die Schulter schauen, da lernt man bestimmt viel über die Prozesse der Universität.

Wenn ich heute Student/in wäre, würde ich …

… mich stärker in der Studierendenvertretung engagieren. Ich habe erst später gemerkt, wie viel man dadurch mitgestalten kann.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… Zeit mit meiner Familie. Aber auch das Singen im Jazzchor ist für mich ein guter Ausgleich.

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