Verbindung von Gaming and Health(care)

Seed Fund-Projekt zur Entwicklung eines gemeinsamen Masterprogramms für „Games for Health“

17.03.2025 von

Serious Games haben ihren Nutzen zur Verbesserung der Gesundheit bewiesen, dennoch besteht ein erheblicher Mangel an Wissen und Bildungsprogrammen in diesem Bereich. Die Seed Fund-Initiative „Unite! Games4Health" verfolgt das Ziel, ein Erasmus Mundus Joint Master’s Programme (EMJM) zu entwickeln, das sich auf die Konzeption und Anwendung von Serious Games im Gesundheitswesen – sogenannte Games for Health (G4H) – konzentriert.

Die Initiative soll die Lücke zwischen Game Development und Gesundheitswesen schließen und eine enge Zusammenarbeit zwischen diesen Disziplinen fördern. Serious Games dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern verfolgen spezifische Ziele wie Lernförderung, Verhaltensänderung sowie Prävention und Rehabilitation im Gesundheitsbereich.

Trotz der nachgewiesenen Vorteile von G4H gibt es nach wie vor eine geringe Bekanntheit dieser Ansätze unter Fachkräften im Gesundheitswesen sowie einen Mangel an Bildungsprogrammen zur Entwicklung wirksamer G4H-Lösungen. Innerhalb des Unite!-Netzwerks analysiert ein Forschungsteam unter der Leitung von TU-Privatdozent Stefan Göbel bestehende G4H-Ansätze, identifiziert Best Practices und entwickelt ein umfassendes Studienprogramm.

Das Projekt richtet sich gezielt an Studierende der Spieleentwicklung und Fachkräfte im Gesundheitswesen. Ziel ist es, Studierenden ein tiefgehendes Verständnis für G4H zu vermitteln und gleichzeitig Fachkräften die Grundlagen der Spieleentwicklung näherzubringen. Dadurch soll eine effektivere Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung im Bereich G4H gefördert werden.

Dr.-Ing. (habil.) Stefan Göbel,
Leiter der Serious Games-Forschungsgruppe am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Darmstadt

Durch die Nutzung vorhandener Ressourcen und Expertise soll diese Initiative nicht nur die Bildungslandschaft bereichern, sondern auch die Gesundheitsversorgung durch innovative, spielbasierte Lösungen verbessern.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung eines strukturierten Studienprogramms, das verpflichtende und optionale Module für verschiedene Fachrichtungen umfasst. Zudem sollen bestehende Serious Games als Best-Practice-Beispiele dienen und eine Trainings- und Simulationsplattform bereitgestellt werden, um den praktischen Nutzen von G4H in realen Gesundheitskontexten zu demonstrieren.

Das Projekt baut auf den bestehenden Forschungskooperationen der TU Darmstadt auf und wird durch führende Forschungsgruppen im Bereich Serious Games und Künstliche Intelligenz in der Medizin unterstützt. Beteiligte Universitäten: TU Darmstadt, TU Graz, Aalto University, UPC, ULisboa, Grenoble INP-UGA.

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