Kuhn

Dipl.-Ing. Thomas Kuhn

Thomas Kuhn

Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Doktorand an der TU Darmstadt am Institut für Elektromechanische Konstruktionen

Wie sind Sie darauf gekommen und was waren die Beweggründe, E-Technik (in Darmstadt) zu studieren?

Nach meinem Zivildienst gab es für mich drei Richtungen, die mich sehr interessiert haben: Elektrotechnik, Lehramt (Mathematik oder Physik) oder Theologie.

Für das E-Technik Studium habe ich mich entschieden, da ich schon immer gerne Geräte entwickelt habe. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Betätigungsfeldern, von der Lehre bis zur Lösung gesellschaftlicher Problemstellungen.

Was gefällt/gefiel Ihnen besonders am Fach Elektro- und Informationstechnik?

Mir gefällt besonders mathematische Zusammenhänge auf die Berechnung und Simulation von Produkten anzuwenden, um dadurch Lösungen effizienter und optimaler zu gestalten. Auch die Möglichkeiten, die uns heute Computer über die Softwareentwicklung zur Verfügung stellen, ermöglichen es, die unterschiedlichsten Ideen zu realisieren und zu kombinieren (wer konnte früher schon für sein Telefon eigene Programme schreiben?).

Ist das Studium der E-Technik so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Was hat Sie überrascht, was ist/war anders als erwartet?

Das ETIT-Studium war theoretischer als ich erwartet hatte. Es ist für Studierende nach meiner Auffassung besonders wichtig, sich auch in der Freizeit intensiv mit den Themen auseinanderzusetzen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Für das Studium ist ein hohes Maß an Disziplin erforderlich. Nach dem zweiten Semester habe ich meine Lern- und Arbeitsweise umgestellt, dadurch konnte ich mein Studium erfolgreicher fortsetzen. Ein ETIT-Studium stellt die gleiche zeitliche Anforderung an Studierende wie eine Arbeit mit 40 Stunden in der Woche. Wer dies berücksichtigt, hat gute Voraussetzungen zum Bestehen des Studiums.

Was möchten Sie nach dem Studium/nach der Promotion beruflich machen bzw. wo sind Sie nach dem Abschluss beruflich gestartet?

Nach meiner Arbeit an der Technischen Universität Darmstadt habe ich vor, in der Wirtschaft zu arbeiten und meine erworbenen Erkenntnisse in neue Produkte einfließen zu lassen. Es sind aber auch andere Wege denkbar. Neben der Entwicklung kann auch die Arbeit in einem Prüflabor, in der Beratung oder dem Verkauf möglich sein.

In welcher Branche sind Sie jetzt tätig und welche Position besetzen Sie nun?

Nach meinem ETIT-Studium mit der Vertiefung „Mikro- und Feinwerktechnik“ konnte ich direkt am Fachgebiet Lichttechnik weiterarbeiten. Im Rahmen der wissenschaftlichen Mitarbeit kann die Promotion erlangt werden. Ich arbeite hier mit dem Schwerpunkt Außenbeleuchtung.

Welche Qualifikationen, die bereits während des Studiums/der Promotion erworben werden, sind für das spätere Berufsleben besonders hilfreich?

Diese Frage habe ich einer Führungskraft der Deutschen Bahn gestellt. Die Antwort kam prompt: „Drei Dinge: Gesunder Menschenverstand, die 10 Gebote und Kiss – Keep it simple and stupid.“ Auf einem Coaching-Seminar sagte ein Trainer: „Im Leben ist es immer wichtig, sich zu fokussieren. Nehmen Sie Ihr Ziel genau ins Auge und gehen Sie gerade darauf zu. Fragen Sie sich immer wieder, ob ihr Leben ins Schwarze trifft. Und achten Sie immer auf die drei FFF – Fit, Fun and Fruitful. Was Sie tun, muss zu Ihnen passen, es soll Ihnen Freude machen und es muss auch das Gewünschte herauskommen.“

Persönlich denke ich, dass es besonders wichtig ist, Eigeninitiative zu entwickeln und Gelerntes auf praktische Aufgabenstellungen anzuwenden.

Rückblickend war/ist das E-Technik Studium die richtige Entscheidung gewesen?

Rückblickend würde ich jeder Zeit wieder Elektrotechnik studieren. Für mich war es die richtige Entscheidung.

Welchen Tipp haben Sie für zukünftige Studentinnen und Studenten?

Ganz wichtig ist es, nicht aufzugeben. Selbst wenn es mal schwer ist oder man nicht mehr weiter weiß.

Wenn man die erste Klausur nicht besteht, sollte man seine Lern- und Arbeitsweise überprüfen und ggf. ändern, dann ist die Wahrscheinlichkeit, die andere Klausuren zu bestehen, hoch.

Außerdem ist es wichtig, Kontakte zu knüpfen. Gerade neue Studierende sollten nicht mehr zu Hause essen, sondern mit anderen in die Mensa gehen. So wird man automatisch auch von anderen angespornt.

Was mich sehr durch mein Studium getragen hat, war mein Lerngruppe (vielen Dank euch an der Stelle!). Es ist immer so: Wenn man gemeinsam unterwegs ist, hilft man sich aus. Der eine rechnet sehr gut und hilft anderen, der andere analysiert sehr gut, wieder einer hat sehr kreative Ideen und ein anderer sorgt für die beste Stimmung.

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