Kefferpütz

Dipl.-Ing. Klaus Kefferpütz

Klaus Kefferpütz

Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Doktorand am Fachgebiet Regelungstheorie und Robotik

Wie sind Sie darauf gekommen und was waren die Beweggründe, E-Technik (in Darmstadt) zu studieren?

Die Entscheidung entstand aus dem Interesse für die Fächer Mathematik und Physik. Ein Ingenieurstudium erschien mir als die beste Möglichkeit, diesen Interessen gerecht zu werden und gleichzeitig den unmittelbaren Bezug zur technischen Anwendung zu haben. Der Ingenieurberuf zählt zu den Berufen, welche es erlauben, die Zukunft aktiv mitgestalten zu können.

Da Elektrotechnik in allen technischen Anwendungen zu finden ist, habe ich mich schließlich für dieses Studium entschieden. Meinen Schwerpunkt Automatisierungstechnik habe ich gewählt, um auch Fächer des Maschinenbaus kennenzulernen. Aufgrund des hohen Ansehens der TU Darmstadt sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft habe ich mich für Darmstadt entschieden.

Was gefällt/gefiel Ihnen besonders am Fach Elektro- und Informationstechnik?

Besonders gefällt mir der Bezug zwischen Theorie und Praxis. Nicht zuletzt aus dem FH Studium habe ich mitgenommen, dass Praxis ohne Theorie nicht bzw. nur unbefriedigend funktionieren kann und so kein technischer Fortschritt erzielbar ist.

Des Weiteren denke ich zurück an diverse Projekte während des Studiums bzw. in den Diplomarbeiten an der FH und der Uni. Das Erfolgserlebnis, ein reales technisches System selbst ausgelegt zu haben, welches dann auch tatsächlich wie gewünscht funktioniert, liefert eine ganz besondere Motivation.

Ist das Studium der E-Technik so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Was hat Sie überrascht, was ist/war anders als erwartet?

Weitestgehend hat das Studium meine Erwartungen erfüllt. Anders als erwartet sind Aspekte wie Teamarbeit oder auch Präsentationen ein nicht unbedeutender Aspekt im Studium. Zum großen Teil habe ich positive Erfahrungen mit und in der Teamarbeit gemacht. Eine erfolgreiche Teamarbeit hängt aber auch immer von der Motivation und dem Arbeitseinsatz aller Teammitglieder ab.

Was möchten Sie nach dem Studium/nach der Promotion beruflich machen bzw. wo sind Sie nach dem Abschluss beruflich gestartet?

Im Anschluss an die Promotion strebe ich eine Stelle im Bereich Forschung und Entwicklung an, vorzugsweise mit einem Schwerpunkt auf der Regelungstechnik. Auch den Weg zurück in die Wissenschaft kann ich mir gut vorstellen, allerdings hängt dies angesichts der langjährigen Ausbildung inklusive der Promotion auch von finanziellen Erwägungen ab.

In welcher Branche sind Sie jetzt tätig und welche Position besetzen Sie nun?

Ich bin Doktorand am Institut für Automatisierungstechnik und Mechatronik/ Fachgebiet Regelungstheorie und Robotik. Finanzielle Förderung erhalte ich durch ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Welche Qualifikationen, die bereits während des Studiums/der Promotion erworben werden, sind für das spätere Berufsleben besonders hilfreich?

Aus der Promotion schätze ich die Fähigkeit, sich selbstständig in neue Verfahren einarbeiten zu können, als sehr relevant ein. Die dazu notwendigen theoretischen Grundlagen aus dem Studium sind dafür eine Grundvoraussetzung.

Ebenso werden die Erfahrungen aus der weitestgehend eigenverantwortlichen Organisation der Forschungsarbeit im Beruf hilfreich sein. Aus der Betreuung von Studierenden während deren Abschlussarbeiten ergibt sich ebenfalls eine gewisse Führungskompetenz.

Sicherlich sind auch Präsentationstechniken und die Erfahrungen aus der Teamarbeit wertvoll.

Rückblickend war/ist das E-Technik Studium die richtige Entscheidung gewesen?

Ja, die Entscheidung war richtig. Jedoch würde ich direkt an der Universität studieren, da ich im Fachhochschulstudium den theoretischen Tiefgang vermisst habe. Nicht zuletzt aus dem Fachhochschulstudium hat sich jedoch eine besondere Motivation für das Universitätsstudium und die Promotion ergeben.

Welchen Tipp haben Sie für zukünftige Studentinnen und Studenten?

Ein Studium sollte in erster Linie aus Interesse begonnen werden. Ohne dieses Interesse fehlt die Motivation, die nötige Zeit zur Vorbereitung auf Lehrveranstaltungen und Klausuren zu investieren.

Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, parallel zu Lehrveranstaltungen zu lernen und die jeweiligen Übungen vor- bzw. nachzubereiten.

In den ersten Semestern sollte man sich nicht von manchen Legenden beeindrucken lassen, welche besagen, in Regelzeit sei das Studium keinesfalls machbar. Dies sind sehr subjektive Eindrücke, die auch entscheidend von der Motivation des Einzelnen abhängen.

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