Neue TU-Forschungsprojekte bestehen Vorauswahl für LOEWE-Förderung

27.06.2017

Neue TU-Forschungsprojekte bestehen Vorauswahl für LOEWE-Förderung

Drei etit-Professoren beteiligt

Die TU Darmstadt hat sich neue Chancen auf Förderung aus dem LOEWE-Forschungsexzellenzprogramm des Landes gesichert: Wie Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein heute bekannt gab, ist die TU Darmstadt aufgefordert, Vollanträge für zwei neue LOEWE-Schwerpunkte in der Kernphysik und den Materialwissenschaften zu stellen. Insgesamt haben nur neun von 16 Forschungsvorhaben die erste Auswahlrunde überstanden. Vom Fachbereich etit beteiligen sich die Professoren Oliver Boine-Frankenheim (Nukleare Photonik), Volker Hinrichsen (FLAME) und Ralf Steinmetz (Natur 4.0).

Erfolgreich: Die TU Darmstadt darf Vollanträge für zwei LOEWE-Schwerpunkte stellen. Bild: Patrick Bal
Erfolgreich: Die TU Darmstadt darf Vollanträge für zwei LOEWE-Schwerpunkte stellen. Bild: Patrick Bal

Für diese Schwerpunktprojekte wird sich die TU Darmstadt im Rahmen der 11. LOEWE-Förderstaffel bis Dezember 2017 mit Vollanträgen bewerben:

Nukleare Photonik

Die Nukleare Photonik ist ein neues Forschungsfeld, das auf Höchstleistungslasern basierende Strahlungsquellen mit Methoden der Kernphysik kombiniert.

Der Schwerpunkt soll die Forschung an deutschen und neuen europäischen Großforschungsanlagen verstärken. Zu den ersten Aufgaben der TU-Teams, denen auch Professor Boine-Frankenheim vom Fachbereich etit angehört, würde die Entwicklung einer Laser-Neutronenquelle, zum Beispiel zur hochauflösenden Radiografie von technischen Bauteilen, oder die Forschung mit lasererzeugten Gammastrahlen, etwa zum Studium von Kernreaktionen in Sternexplosionen, zählen.

FLAME – Fermi-Level Engineering antiferroelektrischer Materialien für Energiespeicher und Isolatoren

Das Designprinzip des Fermi-Level Engineering bezeichnet die Nutzung der elektronischen Struktur eines Werkstoffes. Auf dieser Grundlage wollen Forschungsteams der TU Darmstadt in einem LOEWE-Schwerpunkt einen alternativen Zugang in der Materialforschung umsetzen. Professor Hinrichsen, Leiter des etit-Fachgebiets Hochspannungstechnik wirkt aktiv am FLAME-Schwerpunktprojekt mit.

Beim Vorhaben „Natur 4.0 — Flächendeckendes Naturschutzmonitoring durch vernetzte Sensorik und integrative Datenanalyse“ kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt jeweils mit der federführenden Philipps-Universität Marburg. Aus dem Fachbereich etit ist Professor Steinmetz im Projekt „Natur 4.0“ involviert.

Einen ausführlichen Bericht über die neuen TU-Forschungsprojekte finden Sie hier.

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