Neuer Ansatz zur Kollisionsvermeidung wird prämiert

06.02.2017

Neuer Ansatz zur Kollisionsvermeidung wird prämiert

Matthias Schreier erhält 2. Preis des ITSS-Best Dissertation Award

Der ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiter am Fachgebiet Regelungsmethoden und Robotik Matthias Schreier erhielt für seine Forschungsarbeit zu innovativen Fahrassistenzsystemen einen Preis als herausragender Nachwuchswissenschaftler.

Die Intelligent Transportation System Society prämiert jährlich die weltweit besten Dissertationen.
Die Intelligent Transportation System Society prämiert jährlich die weltweit besten Dissertationen.

Im Rahmen der International Conference on Intelligent Transportation Systems 2016 in Rio de Janeiro wurde Matthias Schreier mit dem 2. Preis des Best Dissertation Award ausgezeichnet. Schreier arbeitete als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Regelungsmethoden und Robotik (rmr) bei Professor Dr.-Ing. Jürgen Adamy und beschäftigte sich mit innovativen Fahrassistenzsystemen.

Die Sektion Intelligent Transportation System Society (ITSS) des weltweiten Berufsverbandes der Elektroingenieure IEEE, prämiert jährlich die weltweit besten Doktorarbeiten in diesem wissenschaftlichen Fachgebiet. In diesem Wettbewerb wurde die Forschungsarbeit Schreiers mit dem Titel „Bayesian, Maneuver-Based, Long-Term Trajectory Prediction and Criticality Assessment for Driver Assistance Systems“ von einer Expertenjury intensiv begutachtet und mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

M.Schreier, ehem. Wiss. Mitarbeiter am Fachgebiet rmr
M.Schreier, ehem. Wiss. Mitarbeiter am Fachgebiet rmr

Die intelligente Automatisierung von Fahrzeugen – bis hin zum vollautonomen Auto – ist eine aktuelle und gleichzeitig technisch hoch anspruchsvolle, ebenso wie wissenschaftlich interdisziplinäre Aufgabe. An der Technischen Universität wird an diesem Thema vor allem zusammen mit den Industriepartner Continental geforscht. Beteiligt an dieser Kooperation PRORETA sind neben Continental, die Elektro- und Informationstechniker, das Fachgebiet Fahrzeugtechnik und der Fachbereich Informatik. Der Forschungsschwerpunkt von PRORETA liegt dabei auf der Entwicklung einer leistungsfähigen Systemarchitektur, die es ermöglicht, einzelne Fahrerassistenzsysteme zusammenzuführen und die Sensorinfrastruktur zu maximieren.

Matthias Schreier entwickelte in seiner prämierten Doktorarbeit eine parametrische Repräsentation der Umwelt des Fahrzeugs. Diese setzt sich aus einer statischen Freiraumkarte zusammen, die die relevante befahrbare Umgebung beinhaltet, sowie einer Karte, die dynamische Objekte in der Umgebung beinhaltet. Mit Hilfe dieser Simulation kann die Bewegung von Objekten besser vorhergesagt werden. Dies dient auch zur Kritikalitätsanalyse, also der Entscheidung ob ein Verkehrsunfall bevorsteht. Im Rahmen von PRORETA bilden die Ergebnisse von Matthias Schreier den Bereich der Umweltwahrnehmung ab und sind somit die Basis für einen neuen integralen Ansatz zur Kollisionsvermeidung und Fahrzeug-automatisierung.

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