Gemeinsame Spitzenforschung

25.01.2017

Gemeinsame Spitzenforschung

Bessel-Forschungspreis-Träger Joerg Widmer als Gast bei etit

Von Januar bis Ende Mai 2017 wird Professor Joerg Widmer als Gastwissenschaftler am Fachgebiet Multimedia Kommunikation tätig sein. Im Rahmen des von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergebenen Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreises forscht er in dieser Zeit gemeinsam mit seinen Darmstädter Kolleginnen und Kollegen an intelligenten drahtlosen Netzen. Am 19. Januar hielt er einen Vortrag zu seinem Forschungsvorhaben.

Professor Joerg Widmer forscht während seines Forschungsaufenthaltes in Darmstadt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei etit an intelligenten Netzen im Hochfrequenz-Spektrum. Foto: Thomas Lenz
Professor Joerg Widmer forscht während seines Forschungsaufenthaltes in Darmstadt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei etit an intelligenten Netzen im Hochfrequenz-Spektrum. Foto: Thomas Lenz

Als einer von 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurde Professor Joerg Widmer mit dem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis für herausragende Forschungsleistungen ausgezeichnet. Der mit 45.000 Euro dotierte Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung fördert weltweit Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten Forscherinnen und Forschern.

In seiner Forschung stellt sich Professor Widmer dem Problem eines erhöhten Datenaufkommens in drahtlosen Netzwerken und wie diese trotz veränderter Bedingungen die nötige Performanz behalten können. „Das große Thema ist, wie sich drahtlose Netze weiterentwickeln. Darauf zielt meine Forschung in den verschiedenen Schichten der Datenübertragung ab. Die Netze müssen sich in Zukunft deutlich schneller weiterentwickeln, um mit dem Datenvolumen Schritt halten zu können.“ so Widmer.

Intelligente Netze im Hochfrequenz-Spektrum

Widmers Lösungskonzept ist die Antizipation des erhöhten Datenaufkommens sowie die anschließende Adaption des Netzwerks an die neuen Bedingungen. Die Nutzung hoher Frequenzen im Millimeterwellen-Spektrum soll die Datenrate auch unter ungewissen Bedingungen auf einem entsprechend hohen Level sicherstellen. Eine Anwendung, die derzeit betrachtet wird, ist die Verwendung eines drahtlosen Ortungssystems, um mit geringem Aufwand eine Ausrichtung der Millimeterwellen-Richtantennen vorzunehmen.

Vielfältige Kooperationsmöglichkeiten bei etit

Dekanin Hanson sicherte Widmer die volle Unterstützung des Fachbereichs zu. Foto: T. Lenz
Dekanin Hanson sicherte Widmer die volle Unterstützung des Fachbereichs zu. Foto: T. Lenz

Die Dekanin des Fachbereichs, Prof. Jutta Hanson, betonte, Widmer bei seinem Forschungsvorhaben zu unterstützen und wünschte ihm viel Erfolg. Professor Ralf Steinmetz, der das Fachgebiet Multimedia Kommunikation leitet, würdigte die wissenschaftliche Arbeit des Preisträgers und verspricht sich einen regen Austausch sowie das Knüpfen neuer Kontakte durch Widmers Aufenthalt an seinem Fachgebiet.

Der Standort Darmstadt bündelt für Widmer eine Reihe von Vorzügen: „Ich komme ja aus der Gegend, habe in Mannheim promoviert und dadurch waren vorher auch schon Kontakte da. Ich kannte den Lehrstuhl, ich kannte Professor Steinmetz gut. Kollaborationen existierten bereits und es fällt leicht, diese auszuweiten. Außerdem gibt es hier viele verschiedene Professuren und damit ein weites Feld an unterschiedlichen Themen.“

Zur Person

Professor Joerg Widmer schloss das Studium der Informatik und die anschließende Promotion an der Universität Mannheim ab. Derzeit ist er Research Professor und Research Strategy Manager am IMDEA (Madrid Institute of Advanced Studies) Networks Institute in Madrid. Widmers Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der drahtlosen Kommunikation.

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