Schüler schnuppern Ingenieursluft

11.01.2017

Schüler schnuppern Ingenieursluft

Zehn Gymnasiasten aus Baden-Württemberg besuchten den Fachbereich etit

Es gibt viele unterschiedliche Methoden, um Schülerinnen und Schüler für Technik und technische Fragen zu begeistern. So bietet das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Eppelheim einen Seminarkurs „Schüler-Ingenieure“ an. Dieser Kurs besuchte die TU Darmstadt und den Fachbereich.

Bei ihrem Besuch konnten die Schülerinnen und Schüler auch Forschungsergebnisse ausprobieren. Bild: A. Lespukh
Bei ihrem Besuch konnten die Schülerinnen und Schüler auch Forschungsergebnisse ausprobieren. Bild: A. Lespukh

Die Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg kennen den einjährigen „Seminarkurs“ als freiwillige Zusatzleistung und als eine Möglichkeit, in Vorbereitung des Abiturs ein umfassendes Thema inhaltlich anspruchsvoll zu durchdringen. Die Themen können aus unterschiedlichen Bereichen stammen. Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG), obwohl selber allgemeinbildend ausgerichtet, entschied sich für das Thema Technik.

Als die zehn Schülerinnen und Schüler des DBG am 7.12.2016 gemeinsam mit ihrer Lehrerin die TU Darmstadt besuchten, hatten sie in ihrem Seminarkurs „Schüler-Ingenieure“ schon einiges an Wissen und Erfahrung gesammelt. Sie hatten sich mit Technischem Zeichnen beschäftigt, eine Schnuppervorlesung und einen Workshop an einer Hochschule besucht sowie an eine Werksführung teilgenommen.

Der Besuch an der Technischen Universität Darmstadt begann im Hörsaal- und Medienzentrum auf der Lichtwiese mit einer Einführung in das Studium an der TU Darmstadt durch die Zentrale Studienberatung und -orientierung. Hierbei lernten die Schülerinnen und Schüler das besondere Profil der TU Darmstadt kennen und erfuhren außerdem, wie sie sich über Studiengänge gezielt informieren können.

Studienwahl, Vorlesung und selber wissenschaftlich arbeiten

Nach der Mittagspause ging es weiter ins Audimax zur Vorlesung „Elektrotechnik und Informationstechnik I“. Um die Inhalte der Vorlesung richtig einordnen zu können, vertiefte anschließend Herr Dr. Andreas Haun vom Servicezentrum des Fachbereichs in einem nachbereitenden Gespräch das Gehörte, wobei sie noch eine Menge mehr über das Studium dieses Faches erfuhren.

Damit auch der Bezug zur Praxis nicht zu kurz kam, besuchte die Gruppe das Fachgebiet Elektromechanische Konstruktion, wo Christian Nakic, Wissenschaftlicher Mitarbeiter schon bereits Aufgabenstellungen aus der Praktischen Entwicklungsmethodik vorbereitet hatte.

„Als ich mich damals für Elektrotechnik eingeschrieben hatte, war die Entscheidung für das Studienfach nicht wirklich lange überdacht. Die richtige Leidenschaft kam erst im Studium“, so Christian Nakic, „deshalb freut es mich umso mehr, wenn ich meine tollen Erfahrungen hier an junge Schüler weitergeben kann, damit sie sich ein konkretes Bild von der Elektrotechnik machen können.“

Am Fachgebiet Elektromechanische Konstruktionen lernten die Schülerinnen und Schüler auch, wie Ingenieure wissenschaftlich arbeiten: Um den Nutzwert einer technischen Konstruktion zu ermitteln, müssen verschiedene Merkmale in einer Testreihe untersucht und bewertet werden. Im technischen Labor ging es schließlich um das Entwickeln in der Medizintechnik und Robotik. Dort durfte dann auch mit den eigenen Händen ausprobiert werden, wie sich die Arbeit eines Ingenieurs an einer Universität anfühlt.

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