Technik braucht Mädchen: etit-Projektwoche mit Schillerschule

22.06.2016

Technik braucht Mädchen: etit-Projektwoche mit Schillerschule

Rund 20 Grundschülerinnen lernen für eine Woche am Fachbereich etit

Wenn man das Interesse von Mädchen für Technik aufgreifen möchte, sollte man möglichst früh damit anfangen. Deshalb entwickelte der Fachbereich als Pilotversuch eine Projektwoche für Mädchen der 3. und 4. Klasse.

In der Projektwoche konnten die Grundschülerinnen unter anderem auch einen eigenen Schaltkreis löten.
In der Projektwoche konnten die Grundschülerinnen unter anderem auch einen eigenen Schaltkreis löten.

Wie in fast allen technischen oder ingenieurs- und naturwissenschaftlichen Studiengängen sind weibliche Studierende am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt leider noch immer unterrepräsentiert. Mit der Teilnahme am bundesweiten Girls‘ Day und der TU Darmstadt-Aktion Schnuppertage für Schülerinnen konnten schon bereits gute Erfahrungen am Fachbereich gesammelt werden. Diese bisherigen Anstrengungen, vermehrt auch Studentinnen für die Elektro- und Informationstechnik zu gewinnen, richteten sich bislang vor allem an ältere Schülerinnen.

Um das Interesse von Mädchen für Technik bereits so früh wie möglich aufzugreifen, entwickelte die Fachbereichsleitung gemeinsam mit dem Gleichstellungsteam die Idee einer Projektwoche. Zusammen mit der Darmstädter Grundschule Schillerschule konnte jetzt die erste Projektwoche vom 13. bis 17. Juni in den Laboren und Werkstätten des Fachbereichs etit stattfinden. Die Rund 20 Mädchen der 3. und 4. Klassen der Grundschule hatten die Möglichkeit unter Anleitung von Professoren, Wissenschaftlichen Mitarbeitern und erfahrenen Studierenden der Fachschaft die Vielseitigkeit der Elektro- und Informationstechnik spielerisch und in der Praxis kennenzulernen.

Rund 20 Mädchen der Schillerschule nahmen an der Projektwoche bei etit teil.
Rund 20 Mädchen der Schillerschule nahmen an der Projektwoche bei etit teil.

In der Hochspannungshalle wurden die Geheimnisse hinter den enormen Kräften von Gewitterblitzen gelüftet. An einem anderen Tag konnten die Schülerinnen unter Anleitung von Studierenden ihren eigenen funktionierenden Schaltkreis löten, um eine Diode zum Leuchten zu bringen. Erste praktische Erfahrungen mit dem Programmieren sammelten die Mädchen beim Programmieren von Lego-Robotern.

Dr.-Ing. Margarita Puentes, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mikrowellentechnik und Photonik des Fachbereichs und Koordinatorin der Projektwoche: „ Ich bin immer noch ganz fasziniert von den Mädchen. Man hat sofort gemerkt, dass da ganz viel Begeisterung vorhanden ist. Ich freue mich schon auf die nächste Projektwoche und vielleicht kommt die eine oder andere ja später auch als Studentin zurück zu uns an den Fachbereich.“

Beitrag zur Projektwoche bei echo-online

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