Ausgezeichnetes Gleichstellungskonzept

05.07.2016

Ausgezeichnetes Gleichstellungskonzept

Sonderforschungsbereich MAKI erhält den Franziska-Braun-Preis

Der alle zwei Jahre verliehene Preis in Höhe von 25.000€ Euro wird an Einrichtungen der TU Darmstadt vergeben, die sich in besonderer Weise für Frauen in Forschung und Lehre engagieren. Das Gleichstellungskonzept des SFB MAKI überzeugte die Carlo und Karin Giersch-Stiftung mit innovativen Ideen.

Bild: Claus Völker
Bild: Claus Völker

Der Franziska-Braun-Preis der Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt erinnert an Franziska Braun, die 1908 als erste Studentin an der TH Darmstadt immatrikuliert wurde. Prämiert werden Best-Practice-Modelle für das Gewinnen von Frauen für Forschung und Lehre an der TU Darmstadt.

Als eben solches Best-Practice-Modell wurde vom Beirat zu Forschungsorientierten Gleichstellung das MAKI-Gleichstellungskonzept beurteilt, das zum Ziel hat, mehr Frauen für das wissenschaftliche Engagement im Technologiebereich zu begeistern.

Kern des Konzepts ist die durchgängige Förderung und Ausbildung einer neuen Generation von hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen

Bislang konnten schon eine ganze Reihe an Maßnahmen umsetzen: Unter anderem unterstützten wir den Girls´Day und die „LAN-Party Girls Only“ sowohl finanziell als auch inhaltlich. Insgesamt wurden schon elf „Female Student Travel Awards“ vergeben, die jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen die Möglichkeit geben, eine Zeit lang im Ausland Erfahrungen zu sammeln. MAKI bietet zusätzlich Mentoring- und Networking- sowie individuelle Fortbildungsprogramme für Studentinnen an. Alle MAKI-Wissenschaftlerinnen können auf vielfältige karrierefördernde Angebote wie z.B. Training oder Coaching zurückgreifen.

Außerdem sollen die Studentinnen zu einer wissenschaftlichen Karriere motiviert werden, indem sie mit potenziellen Vorbildern zusammengebracht werden. Verdiente Wissenschaftlerinnen wie Ruzena Bajcsy, die in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet Herausragendes geleistet haben, halten Gastvorträge und engagieren sich in Netzwerkveranstaltungen.

Ein großes Thema ist auch die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie

Unter anderem hat MAKI daher ein Eltern-Kind-Büro am Fachgebiet Multimedia Kommunikation mitfinanziert.

Für die Zukunft sind mit neuen Fördergeldern weitere Maßnahmen geplant. Dringend notwendig ist eine bessere Reisekostenunterstützung für Familien, die bei unseren Mitarbeiterinnen eine hohe Priorität hat. MAKI könnte hier eine Vorreiterrolle übernehmen und ein Pilotprojekt für ein uniweites Modell entwickeln.

Außerdem sollen die „Female Student Travel Awards“ zukünftig auch an Studentinnen vergeben werden, die exzellente Arbeiten liefern, die keinen direkten Bezug zur MAKI-Forschung haben.

Weiterhin möchten wir noch stärker an Schülerinnen direkt herantreten und planen unter anderem gemeinsam mit Studierenden eine Programmierplattformund Lehrmaterial für Schulen zu erstellen. Dabei legen wir Wert darauf, dass unser Thema auch anschaulich und mit Humor vermittelt wird; unter anderem mit tanzenden Lego-Robotern, die sich über eigene Smartphones miteinander unterhalten und koordinieren können. Dabei werden neuartige Konzepte des Sonderforschungsbereichs MAKI zur Entwicklung sich selbst anpassender Kommunikationsmechanismen zum Einsatz kommen.

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