Forschungsstark auf der Hannover Messe

22.04.2016

Forschungsstark auf der Hannover Messe

etit zeigt drei Exponate, Prof. Jutta Hanson vertritt die Darmstädter Energieforschung bei Podiumsdiskussion

Auf der diesjährigen Hannover Messe ist der Fachbereich etit prominent vertreten: Mit drei Exponaten am Gemeinschaftsstand der hessischen Hochschulen demonstriert er seine Forschungsstärke. Zudem ist Jutta Hanson Teilnehmerin der Podiumsdiskussion zum Thema „Flexibilitätsoption Netzausbau“. Die Hannover Messe gilt als eine der wichtigsten Industriemessen weltweit. Sie findet vom 25. bis 29. April statt. Der Fachbereich etit präsentiert sich in Halle 2 am Stand B 25.

Drei Projekte des Fachbereichs etit präsentieren sich 2016 auf der Hannover Messe. Bild: Deutsche Messe
Drei Projekte des Fachbereichs etit präsentieren sich 2016 auf der Hannover Messe. Bild: Deutsche Messe

NanoWired

Am Institut für elektromechanische Konstruktionen wurde eine Technologie entwickelt, die es erstmals ermöglicht, metallische Nanodrähte auf nahezu beliebige Oberflächen zu integrieren. Produkte sind zum Beispiel Nanosensoren, Nanofeldemitter und Nanoelektroden für die Biotechnologie.

Ein Fokus von NanoWired ist das Verbinden elektronischer Bauelemente. Dabei wird aus den Nanodrähten eine Art metallischer „Klettverschluss“ hergestellt. Drückt man zwei NanoWired-Oberflächen zusammen, entsteht eine feste elektrisch leitende Verbindung, die herkömmlichen Lot-, Klebe- oder Bondverbindungen in vielen Punkten deutlich überlegen ist. Hohe Fügetemperaturen, lange Aushärtezeiten oder extreme mechanische Belastungen durch hohe Drücke und Ultraschall entfallen vollständig. Nach dem Fügen ist die Verbindung hochtemperaturfest, sodass auch Bauteile, die extremer Umgebungshitze ausgesetzt sind oder sich stark erwärmen, mit dieser neuartigen Technologie kontaktiert werden können.

Nanostrukturierter Federelementsensor

Das Herzstück des integriert aufgebauten und lateral strukturierten Kraftsensors bildet das nanostrukturierte Federelement auf Basis von Kohlenstoffnanoröhren (CNT). Zwei mikrointegrierte, kürzere CNT-Bündel übertragen die Kraftauslenkung des zentral zwischen beiden Bündeln positionierten CNT-Federelementes. Erstmals können damit nun neben eindimensional einwirkenden auch mehrdimensional wirkende Kräfte mit extrem hoher Empfindlichkeit und örtlicher Auflösung sensorisch erschlossen werden. Dieser 3D CNT-Sensor stellt zudem eine neuartige Sensor-Plattform für vielfältige mechanische und biomedizinische Anwendung dar. Entwickelt wurde der Sensor in einem Kooperationsprojekt des etit-Fachgebiets Höchstfrequenzelektronik mit der Arbeitsgruppe Materialchemie und Metallorganische Synthese am Fachbereich Chemie.

Nanostrukturierte Terahertz-Quellen

Ziel des Projekts am Fachgebiet Höchstfrequenzelektronik, Institut für Mikrowellentechnik und Photonik ist es, neuartige leistungsfähige Photomischer und Gunndioden für den Terahertz-Bereich zu entwickeln. Hierfür wurden eindimensionale Nanoelemente sowie leistungsstarke Verbindungshalbleiter wie Galliumnitrid-Materialien zur Herstellung von Photomischern mit höchsten Grenzfrequenzen und GaN-Gunndioden mit hohen Ausgangsleistungen eingesetzt. Diese Bauelemente ermöglichen auch den Bau einer stabilen THz-Quelle, die eine sehr einfache Systemarchitektur erlaubt. Innovative Terahertz-Komponenten und -Systeme eröffnen attraktive Möglichkeiten für neue Sicherheitsanwendungen wie bildgebende Messungen von versteckten Objekten, Spektroskopie von gefährlichen Substanzen sowie abhörsichere drahtlose Breitbandkommunikation.

Podiumsdiskussion Flexibilitätsoption Netzausbau – Potenziale und Perspektiven der Übertragungstechnik

Gemeinsam mit fünf weiteren Experten aus Industrie und Wissenschaft wird Professor Jutta Hanson, Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz erneuerbarer Energien (E5), am Mittwoch, den 27. April Fragen rund um die Trends der globalen Energiemärkte, die Rolle der Digitalisierung oder verschiedener Flexibilitätsoptionen wie Batteriespeicher oder Sektorkopplung erörtern. Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen des Forums „Life Needs Power“ auf der Hannover Messe statt.

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