Gewohnt feinfühlig und intuitiv

09.10.2015

Gewohnt feinfühlig und intuitiv

Chirurgie-Roboter FLEXMIN für minimalinvasive Eingriffe

Seit 2011 forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Elektromechanische Konstruktionen (EMK) des Fachbereichs etit an der Entwicklung eines komplexen Chirurgie-Roboters. Jetzt wurde das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Roboter ermöglicht Chirurgen bei der Operation krebsbefallener Organe ein intuitives minimalinvasives Arbeiten mit gewohnter Feinfühligkeit.

Bild: Sebastian Matich
Bild: Sebastian Matich

Mit Hilfe des Chirurgie-Roboters lassen sich minimalinvasiv Bereiche im Körper erreichen, die bisher gar nicht oder nur im Rahmen eines großen Eingriffes operiert werden können. Die Bedieneinheit des Teleoperationssystems ist mit einem haptischen Feedback ausgestattet. Dadurch hat der Arzt den gleichen sensiblen und haptischen Sinneseindruck wie bei einer traditionellen Operation am offenen Leib des Patienten und kann mit gewöhnter Feinfühligkeit und Intuition operieren.

Klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das Bild. Bilder: Sebastian Matich
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Auf der IEEE-Konferenz Intelligent Robots and Systems (IROS), die Ende September in Hamburg stattfand, wurde das Projekt erstmals mit allen Komponenten der Öffentlichkeit vorgestellt. Die rund 2.500 Fachbesucher und Experten konnten sich dabei nicht nur während einer Demonstration von der Funktionsfähigkeit und den Einsatzmöglichkeiten des Systems überzeugen, sondern auch selbst Hand anlegen – und den Roboter auf Herz und Nieren überprüfen.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Projekt FLEXMIN (Erweiterung der Flexibilität minimalinvasiver Instrumente in der Weichteilchirurgie durch die Integration von Positioniersystemen und haptischer Mensch-Maschine-Schnittstelle) ist ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität Darmstadt und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Am Fachbereich etit wird es von den Professoren Helmut Schlaak und Roland Werthschützky betreut.

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