Neueste Entwicklungen der automobilen Lichttechnik

02.10.2015

Neueste Entwicklungen der automobilen Lichttechnik

Nobelpreisträger Shuji Nakamura und über 800 Teilnehmer zu Gast auf der ISAL

Bereits zum 11. Mal seit 1995 fand Ende September im modernen Darmstädter Kongresszentrum darmstadtium das International Symposium on Automotive Lighting (ISAL) statt. An zwei Tagen diskutierten über 800 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die neuesten Entwicklungen in der automobilen Lichttechnik. Veranstaltet wurde das Symposium vom Fachgebiet Lichttechnik des Fachbereichs etit.

Das darmstadtium war Veranstaltungsort der ISAL 2015
Das darmstadtium war Veranstaltungsort der ISAL 2015

Im Zentrum des international besetzten Symposiums stand der intensive Austausch zwischen Ingenieuren und Wissenschaftlern der Lichttechnik sowie Fahrsicherheitsexperten und Vertretern von Behörden. Hierbei ging es um Themen wie Innen- und Außenbeleuchtung von Fahrzeugen, Fahrerassistenzsysteme, Regulierungen und Standards, aktive und passive Sicherheit, Straßenbeleuchtung, Sehleistung von Autofahrern, Energiemanagement, photometrische Messungen, Simulationen und optische Technologien in Hinsicht auf Kfz-Lichttechnik.

Prof. Tran Quoc Khanh (links) und Nobelpreisträger Shuji Nakamura. Klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das Bild.
[1/6]
Prof. Tran Quoc Khanh (links) und Nobelpreisträger Shuji Nakamura. Klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das Bild.

Mit dem Ziel, den weltweiten Austausch zwischen den Expertinnen und Experten sowie deren fachliche Vernetzung mit Herstellern der Automobilindustrie zu ermöglichen, startete die zweitägige Konferenz mit einem Vortrag des Nobelpreisträgers Shuji Nakamura. Der Physiker erhielt 2014 für die Entwicklung der blauen Leuchtdiode die renommierte Auszeichnung: Mit der blauen LED konnten Nakamura und seine Kollegen die Farbpalette der LED-Technologie mit Hilfe von Gallium-Nitrid-Kristallen komplettieren und zum Durchbruch von weißem LED-Licht – auch im Fahrzeugbau – beitragen.

In zwei gleichzeitig stattfindenden Panels präsentierten die Referenten in 15-minütigen Vorträgen ihre Entwicklungen und Forschungsergebnisse dem internationalen Plenum. Die automatische und intelligente Steuerung von Lichtsystemen in Fahrzeugen, um Fußgänger, Hindernisse und Verkehrsschilder oder andere Verkehrsteilnehmer schneller und besser zu erkennen und exakt auszuleuchten war ein herausgehobenes Diskussionsthema. Um Fahrsicherheit ging es auch beim Thema der Fahrzeuginnenbeleuchtung: Zahlreiche Assistenzsysteme könnten den Fahrer in Zukunft durch Lichtsignale noch besser unterstützen und ihn z.B. vor Gefahren warnen.

Auf der ISAL wurden innovative Entwicklungen der automobilen Lichttechnik präsentiert. Klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das Bild.
[1/5]
Auf der ISAL wurden innovative Entwicklungen der automobilen Lichttechnik präsentiert. Klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das Bild.

Um Design und Konstruktion ging es auch bei der Diskussion um neue Frontscheinwerfertechnologien: Ein zentraler Punkt war die „Glare Free High Beam“-Technologie. Diese ermöglicht, einen weiten und hellen Lichtstrahl zu erzeugen, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden und damit zu gefährden. Themen wie Lichtphysiologie standen ebenso im Fokus des Symposiums wie Marktanalysen und -potentiale. Abgerundet wurde das internationale Symposium durch eine Ausstellung von Automobil- und Lichttechnologieherstellern.

Mit der bislang größten ISAL konnte das von Prof. Tran Quoc Khanh am Fachbereich etit geleitete Fachgebiet Lichttechnik das Symposium erneut als weltweites und hochkarätig besetztes Forum für automobile Lichttechnik präsentieren. Wenn in Zukunft neue Automobiltechnologien Einzug in unsere Fahrzeuge erhalten und den Straßenverkehr sicherer machen, dann ist es gut möglich, dass sie vorher in Darmstadt auf der ISAL von Experten aus aller Welt diskutiert und erörtert wurden.

zur Liste