Serious Games für Kinder

07.08.2015

Serious Games für Kinder

Farben und Wörter spielend und in Bewegung lernen

Zusammen mit Studierenden wurde im Rahmen des KOM-Lab-Seminars am Fachgebiet Multimedia Kommunikation von Prof. Steinmetz ein digitales Augmented-Reality-Lernspiel für mobile Endgeräte entwickelt: „The Game of Colors“ soll Kleinkindern oder Kindern mit Lernschwäche beim Lernen helfen. Im Gegensatz zu herkömmlichen digitalen Spielen, bei denen man still herumsitzen muss und auf ein Display starrt, können die Kinder sich bei „The Game of Colors“ bewegen und mit dem Smartphone in der Hand die eigene Umwelt spielend erkunden.

Bild: Fachgebiet Multimedia Kommunikation
Bild: Fachgebiet Multimedia Kommunikation

Mit „The Game of Colors“ sollen Kinder lernen, Farben und Farbnamen korrekt zu verknüpfen. Zu Beginn des Spiels werden sie aufgefordert, über die im Smartphone eingebaute Kamera ein Objekt mit einer bestimmten Farbe zu fotografieren. Um diese Aufgabe zu lösen, ist Bewegung im Raum erforderlich. Denn es gilt: ein Objekt mit der passenden Farbe zu finden. Ist die Farbe gefunden, wird die Smartphone-Kamera auf das Objekt gerichtet und durch Tippen auf dem Display fotografiert. Bei einer richtigen Antwort gibt es eine Belohnung – und direkt die nächste Aufgabe.

Möglich machen dies neue Technologien wie Augmented Reality, die es erlauben, virtuelle Realität und Wirklichkeit miteinander zu verschmelzen. Die Kinder sehen sozusagen auf dem Display des Smartphones eine digital erweiterte Realität, in der sie die gestellten Aufgaben lösen. Dabei funktioniert insbesondere die Farberkennung selbst bei sehr vielen unterschiedlichen Farben auf einem Foto zuverlässig.

So geht der Nachwuchs auf Entdeckungsreise in der eigenen Umgebung und lernt neben Farben auch frühzeitig und spielerisch den Umgang mit neuen Technologien kennen. Außerdem trainiert „The Game of Colors“ gleichermaßen Aufmerksamkeit, Wahrnehmung sowie Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen. Und das Spiel kann noch mehr: Verändert man die Spracheinstellung, wird das Spiel zu einem effektiven Vokabeltrainer.

Am Ende eines Spiels können Lehrer oder Eltern anhand von Statistiken nachvollziehen, welche Farben das Kind sicher erkennt und wo es noch Nachholbedarf hat. Auf den GameDays 2015 wurde das Spiel erstmals von Kindern getestet – und das mit Erfolg und sehr viel Spaß und Neugierde.

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